Healthy Living ist ein Zukunftsthema

Ernährung und körperliche Aktivität ― die Grundpfeiler eines gesunden Lebens ― sind trotz Digitalisierung unverändert. In der modernen Gesellschaft ist Gesundheit nicht mehr Selbstzweck, sondern Lifestyle. Davon profitieren verschiedenste Wirtschaftsbranchen.
Ein gesundes Leben zu führen ist kein neuer Vorsatz. Schon lange wissen wir, dass ausgewogene Ernährung und ausreichend körperliche Betätigung uns gut täten. Mit dem wachsenden Wohlstand und dem Streben nach Selbstverwirklichung haben sich Körper, Schönheit und Gesundheit als ergänzender Dreiklang zum Statussymbol erhoben. Der so neubeflügelte Wunsch nach einem gesunden Leben hat einen Gesundheitsboom ausgelöst, der unter dem Begriff «Healthy Living» zusammengefasst wird.

Sensibilisierung in vielen Bereichen

Eine abschliessende Definition von Healthy Living gibt es nicht. Aus Unternehmenssicht könnte man von «Angeboten für einen gesunden und individuellen Lebensstil» sprechen. Was für das Individuum zu diesem Lebensstil gehört, lässt sich nur schwer komprimieren. Für manche bedeutet Healthy Living der Konsum von Biolebensmitteln mit Herkunftsnachweis und eine positive Lebenseinstellung. Andere verbinden damit die Selbstvermessung durch die Fitness App auf ihrer Smartwatch und Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform. So oder so ist die stetig zunehmende Sensibilisierung für einen gesünderen Lebensstil die Grundlage für Wachstum ― auch in Branchen, die man im ersten Moment nicht mit diesem Thema verbindet. Dazu gehören zum Beispiel Softwareunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Wellness- oder Reiseunternehmen.

Das gestiegene Bewusstsein und das erweiterte Verständnis von Gesundheit ist nicht nur ein konsumorientierter Trend. Mit dem Anstieg der chronischen Zivilisationskrankheiten und den von der Allgemeinheit getragenen Gesundheitskosten spielt Healthy Living zusätzlich im Gesundheitswesen eine Rolle. Mit dem Ziel, individuelle Beeinträchtigungen sowie solidarische Kosten zu senken, nehmen die Angebote für präventive Vorsorge und kurative Behandlungen zu.

Healthy Living ist somit mehr als nur ein Konsumtrend. Als Lebensstil befriedigt die ganzheitliche Abbildung von «Gesundheit» individuelle ebenso wie gesellschaftliche Bedürfnisse.

Für gesund wird mehr bezahlt

Die Bandbreite der Branchen, die am Gesundheitsboom partizipieren, ist gross. Sie alle profitieren vom veränderten Konsumverhalten und davon, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich Healthy Living etwas kosten lassen. Diese sind bereit für nachhaltig produzierte Lebensmittel, ökologisch verträgliche Freizeitaktivitäten sowie das zugehörige Equipment oder natürliche Pflegeprodukte tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Wer in entsprechende Unternehmen oder Branchen investieren möchte, sollte eine Gemeinsamkeit von Investitionen und einem gesunden Leben im Auge behalten: Schnellschüsse führen meist nicht zum gewünschten Ergebnis. Ein langfristiges Engagement dagegen erlaubt es, mit durchdachten Teilschritten dem Ziel entgegen zu arbeiten.

Beispiele für vom Trend betroffene Branchen

  • Ernährung
  • Lebensmittelproduktion
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Behandlung von Zivilisationskrankheiten
  • Freizeitangebote
  • Sportartikel
  • Consumer Electronics
  • Software
  • Textilien
  • Kosmetik, Schönheit
  • Hygiene